Ein Tanz aus Japan

Butoh entstand in den späten fünfziger Jahren als Rebellion gegen erstarrte Theaterformen und gegen den kritiklosen Konsum europäischer Kultur, insbesondere des europäischen Balletts in Japan.

In den späten sechziger Jahren feierte man in Europa Butoh als neue Avantgardeform des Tanzes. Heute tanzen KünstlerInnen in vielen Teilen der Welt ihre eigene Form des Butoh.

Butoh ist für mich, das in die Stille gehen und sich tanzen lassen.

Seit 1993 arbeite ich mit Butoh.

Meine Lehrer waren Tadachi Endo (Göttingen) und Masaki Iwana (Paris).

 

Stille

Stille ist in dieser Zeit selten geworden. Ein permanenter Geräuschpegel liegt

Über der zivilisierten Welt und fast Jeder hat sich daran gewöhnt.

Autos, Flugzeuge, Maschinen und das Rasenmäherkonzert an den Sommersamstagen gehören zu unserem Leben, sowie die Dauerberieselung von Radio, Fernsehen und Musikanlagen.

Klanguntermalungen bis zur Unerträglichkeit beim Einkaufen, Beschallung auf öffentlichen Plätzen, Aufzügen, etc..

Worte, die gesprochen werden um Stille zu übertönen, Stille, die die unerträglich ist.

Stille, die uns mit dem Nichts in Kontakt bringt, den Schmerz der Auflösung in sich birgt.

Stille, in die wir uns hinein begeben, wenn wir bereit sind das Nichts anzunehmen, offenbart uns das Sein in allem was ist.

Musik

Shakuhachiflöte aus Japan

Unübertrefflich in Schlichtheit und Reichtum an Klangfarben schickt uns die japanische Bambusflöte Shakuhachi auf Reisen in weite Innenwelten.

Als traditionelles Instrument der Zen-Philosophie verfügt diese erstaunliche Bambusflöte über ein immenses Repertoire an geistlicher Musik, geschöpft aus Naturklängen- und Betrachtungen, die jahrhundertealt dem westlichen Zuhörern ganz und gar zeitgenössisch erscheint.

Improvisation über Themen aus Folklore und moderne Kompositionen erweitern den Spielraum im Zusammenklang mit dem Butoh-Tanz.